Regio Basiliensis - Aktuelle Ausgabe

Die REGIO BASILIENSIS wird herausgegeben von der GEG und dem Geographischen Institut der Universität Basel, in Zusammenarbeit mit der Association Géographique d'Alsace Mulhouse und unter Mitwirkung des Ethnologischen Seminars der Universität Basel sowie des Museum der Kulturen in Basel.

Preis Jahresabonnement (2 Hefte exkl. Porto und Verpackung): CHF 48.-

Preis Einzelheft: CHF 24.-

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Sabine Siegrist, info@gegbasel.ch (Vermerk Regio Basiliensis)

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Bibliothek der Geographisch-Ethnologischen Gesellschaft Basel, Klingelbergstrasse 27, CH-4000 Basel;
Telefon: +41 (0)61 207 36 60, E-Mail: heike.schmidt@unibas.ch

 

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Regio Basiliensis 66/2 - Klimaangepasste Stadt

Nr. 66/2 Klimaangepasste Stadt

Das aktuelle Heft widmet sich dem Klimawandel und den Herausforderungen, die dadurch für urbane Siedlungsräume entstehen. Massnahmen wie Klimaanlysen oder Konzepte zur Schwammstadt und zu Stadtgärten werden an regionalen Umsetzungsbeispielen vorgestellt.

Artikel der aktuellen Ausgabe

Grundlagen für die klimaangepasste Siedlungsentwicklung.

Marc Pfister

Um den negativen Auswirkungen des Klimawandels zu begegnen, benötigt Basel eine hitzeangepasste Siedlungsstruktur mit einem naturnahen Regenwasserkreislauf. Hierfür braucht es Lösungen für diverse Interessenskonflikte und ein systematisches Vorgehen, um die vorgegebenen Ziele effizient zu erreichen. Entsprechend wichtig sind die Grundlagen, welche die klimaangepasste Siedlungsentwicklung in Basel steuern. Behördenverbindliche Vorgaben ergeben sich aus dem kantonalen Richtplan, Teilrichtplänen und dem Stadtklimakonzept. Konkrete Massnahmen auf Parzellenebene leiten sich aus der Nutzungsplanung, Bebauungsplänen und den Gesetzesgrundlagen ab. Ziel ist eine integrative Planung und eine ausgewogene Umsetzung der Klimaanpassung.

 


Aktuelle Klimaerwärmung in Basel. Was zeigt uns die mehr als250-jährige Klimareihe?

Hans Rudolf Moser

Die Klimamessreihe Basel beginnt 1755 und zeigt die klimatischen Veränderungen, welche in diesem langen Zeitraum aufgetreten sind. Nach 1900 haben die Temperaturen stetig zugenommen und liegen heute durchschnittlich rund 4 Grad Celsius höher als im 19. Jahrhundert. Dabei haben vor allem die Wintertemperaturen zugenommen. Etwa ab 1990 zeigen auch die weiteren Klimagrössen eine Änderung. Die Niederschläge nehmen leicht zu, wie auch die Zahl der Sonnenstunden. Die Sichtweite hat sich ebenfalls verbessert, was auf die geringere Feinstaubbelastung in der Luft zurückzuführen ist. 

 


Wie entsteht die klimaangepasste Stadt?

Marc Pfister

Dieser Artikel betrachtet den räumlichen Handlungsspielraum und den zeitlichen Horizont der Anpassung des Siedlungsraums an die Folgen des Klimawandels (im Folgenden vereinfacht: Klimaanpassung). Die Herangehensweise in den Transformationsarealen, wo viel Veränderung geschieht, unterscheidet sich dabei deutlich von derjenigen in der gebauten Stadt, die aufgrund ihrer dichten Bebauung und komplexen Platzverhältnisse weniger Spielraum lässt. Es wird aufgezeigt, weshalb die Klimaanpassung auf allen Flächen, sowohl im öffentlichen Raum als auch auf privaten Parzellen, notwendig ist. Hierfür setzt der Kanton auf eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, frühzeitige Abstimmung in der Planung, gute Grundlagen und auf die Unterstützung von privatem Engagement durch Sensibilisierung und Förderung.

 


Guter Umgang mit Regenwasser

Diego Mägli, Guido Derungs und Catherine Moser

Basel vollzieht einen Paradigmenwechsel hin zu einem naturnahen Wasserkreislauf im Siedlungsgebiet (Konzept Schwammstadt). Niederschlagswasser soll lokal im Boden bewirtschaftet werden, um zentrale Ziele der Klimaanpassung zu erreichen: Verdunstungskühlung, Überbrückung von Trockenperioden für die Vegetation und Reduktion des Oberflächenabflusses bei Starkregen. Die gemeinsame Forschung der Städte Basel, Zürich und Winterthur unter wissenschaftlicher Begleitung durch die Fachhochschulen FH OST und ZHAW optimiert Baumsubstrate in Bezug auf bessere Wasserspeicherung, Schadstofffilterung und deren Einsatz im Strassenbau. Der Kanton priorisiert die Regenwasserversickerung, vereinfacht Entsiegelungen und parzellenübergreifende Lösungen. Eine neue kantonale Regenwasserrichtlinie wird diese Massnahmen weiter optimieren.

 


Das Basler Stadtgrün im Klimawandel

Sara Rickenbacher

Der Basler Stadtgarten mit seinen vielfältigen Ausprägungen erfüllt zahlreiche Funktionen und stellt einen immensen Wert fürs Stadtbild, das Stadtklima und die Biodiversität dar. Pflanzen und Böden binden CO2 und sind ein kleiner Teil von Klimaschutzmassnahmen. Der Klimawandel ist jedoch bereits spürbar, und es sind Massnahmen zur Anpassung an dessen Folgen nötig. Das Stadtgrün ist dabei Teil der Lösung, steht aber auch selbst unter Druck.

 


Mikroklimamodelle und ihre Anwendungen

Nuria Frey und Philipp Christ

Der Klimawandel betrifft die Schweiz bereits heute und auch in Zukunft sogar stärker als im globalen Durchschnitt. Deshalb wurde für die beiden Basel eine Klimaanalyse durchgeführt. Die Analyse zeigt anhand von verschiedenen Parametern auf, welche Gebiete von einer starken Wärmebelastung betroffen sind und/oder sein werden. Mit sogenannten Mikroklimamodellen können auch einzelne Areale betrachtet werden. Am Beispiel Lindenhofareal der Lonza in Basel wird beschrieben, wie eine hochaufgelöste Modellierung aufzeigen kann wie sich durch die geplante Bebauung die mikroklimatische Situation in Bezug auf die Temperaturbelastung verändern wird, damit für stark betroffene Teile des Areals punktuelle Massnahmen geplant werden können.

 


Klimaanalyse und Grünflächenausscheidung als Grundlage einer hitzeangepassten Siedlungsentwicklung.
Beispiel Kanton Aargau

Stefan Meier und Silvio Zanola

Bereits vor fünf Jahren führte der Kanton Aargau eine umfassende GIS-gestützte Klimaanalyse mit Ausscheidung von Planhinweiskarten durch, um zu klären, wie der zunehmenden Hitzeentwicklung in urbanen Gebieten durch städtebauliche und soziale Anpassungsstrategien begegnet werden kann. Die Klimaanalyse wird im Jahr 2025 wiederholt und ergänzt mit der Erfassung der Grünflächen im Siedlungsgebiet. Dafür wurde gemeinsam mit der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) eine Methode entwickelt, die es ermöglicht, die Grünflächen und speziell auch die Baumkronenvolumen zu berechnen. Klimaanalyse und Grünflächen-Ausscheidung in Kombination dienen den kommunalen Planungsbehörden als Grundlage, um eine zielgerichtetere hitzemindernde Siedlungsentwicklung voranzutreiben. Der Artikel stellt die Methode, Ergebnisse und ein Anwendungsbeispiel vor.

 

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