Staubstürme gehören zu den eindrücklichsten Naturphänomenen arider und semiarider Räume, deren Auswirkungen weit über die Quellgebiete hinausreichen. Am Beispiel Südafrikas beleuchtet der Vortrag klimatische und edaphische Ursachen, Prozessdynamiken sowie Folgen in landwirtschaftlich geprägten Trockenregionen, die neben klassischen Wüsten als bedeutende Staubquellen identifiziert werden können. Das durch Deflation erodierte Bodenmaterial beeinträchtigt lokale Ökound Agrarsysteme sowie die menschliche Gesundheit und beeinflusst über Telekonnektionen das globale Klimasystem sowie marine Stoffkreisläufe. Unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten bieten die Befunde eine fundierte Übertragbarkeit auf globale Trockengebiete. Im Spannungsfeld von Klimawandel und Landnutzungsänderungen deuten zudem zahlreiche Indizien auf eine künftige Verschärfung der Staubaktivität hin.
Dr. Wolfgang Fister ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Basel und leitet das experimentelle Windund Regenlabor der Forschungsgruppe Physiogeographie und Umweltwandel. Er erforscht Erosionsprozesse durch Wind und Regen sowie deren Auswirkungen auf Böden und Ökosysteme im Kontext des Umweltwandels.
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