GEOGRAPHISCH - ETHNOLOGISCHE GESELLSCHAFT BASEL

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50/3 2009: Wirtschaftsstandort Oberelsass: ständig in Anpassung

Les défis du Sud Alsace

Jean-Pierre Lavielle

Fort de ses nombreux atouts, le Sud Alsace subit aujourd’hui les effets de la crise économique mondiale. Le contexte actuel et les difficultés que rencontrent les entreprises nous amènent à relever avec elles des défis d’une ampleur exceptionnelle. Nous nous sommes engagés dans cette démarche avec détermination pour profiter de toutes les opportunités.
Notre action aux côtés des entreprises vise d’une part à faciliter leur développement par l’innovation, la diversification, la création d’activités nouvelles, l’accès aux marchés étrangers, et d’autre part à renforcer l’attractivité de notre territoire en s’appuyant sur tous les leviers existants: commerce, tourisme, compétences et infrastructures. Ainsi avec les entreprises nous saurons relever les défis de ce nouveau siècle.

Trotz seiner zahlreicher Trümpfe spürt das Oberelsass heute die Wirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise. Die aktuellen Gesamtumstände und die Schwierigkeiten, denen die Unternehmen gegenüberstehen, sind Heraus-forderungen von aussergewöhnlichem Umfang. Die “Chambre de Commerce et d’Industrie Sud Alsace Mulhouse” (CCI) ist fest entschlossen, sämtliche Entwicklungspotenziale zu fördern. Ihre Massnahmen sehen zum einen die Förderung der Unternehmen durch Innovation, Diversifikation, Generierung neuer Geschäftsfelder, Zugang zu Auslandsmärkten, andererseits die Steigerung der Attraktivität des Oberelsass an allen bestehenden Hebeln vor: Handel, Tourismus, Kompetenzen und Infrastruktur. Auf diese Weise wird die Wirtschaft die Herausforderungen des jetzigen Jahrhunderts meistern.


Das Oberelsass. Wirtschaft und Standort

André Klein

Das Werden der elsässischen Wirtschaft ist eng mit der Geographie und der Geschichte verbunden. Als Weingegend wurde das Oberelsass schon früh in den internationalen Handel eingebunden. Es gehörte auch zu den ersten Industrieregionen Europas im 18. und 19. Jahrhundert. Die wiederholten Konflikte zwischen Frankreich und Deutschland brachten der Region viel Schaden. Nach 1950 gab die Freundschaft zwischen den zwei Nachbarstaaten und der Aufbau Europas dem Oberelsass hingegen neue Chancen. Diese sind jedoch heute durch die Globalisierung und die Krise wieder in Frage gestellt.


Verbrauchermobilität im südlichen Oberrheingebiet – Einzelhandelsverflechtungen im trinationalen Grenzraum

Rudolf Michna

Die Grenzen am Oberrhein haben schon seit einiger Zeit vielfach ihre trennende materielle Wirkung für die Alltagsaktivitäten der Bewohner der beiden Rheinseiten verloren. Dennoch äussern erstaunlich viele Probanden auch bei jüngsten Befragungen, noch nie oder nur selten in die Nachbargebiete gefahren zu sein. Allerdings zeigen sich dabei signifikante Unterschiede zwischen den drei Teilgebieten. Neben den Ausflugsfahrten gehört das Einkaufen im benachbarten Ausland zu den häufigsten Austauschbeziehungen. Preisgefälle und Sortimentsunterschiede bilden dafür das stärkste Motiv. Die im Ausland eingekauften Warenkörbe zeigen bei den drei Nationalitäten eine jeweils spezifische Zusammensetzung. Grenznahe Einzelhandelsstandorte profitieren am stärksten von den ausländischen Kaufkraftzuflüssen.


Mulhouse/Mülhausen – das führende Wirtschaftszentrum im Oberelsass in einer Phase tiefgreifender Umbrüche

Ernst-Jürgen Schröder

Kaum eine andere Stadt befindet sich seit Jahrzehnten in einer Phase so tiefgreifender wirtschaftlicher Umbrüche infolge der zunehmenden Globalisierung und veränderten politischen Rahmenbedingungen wie das oberelsässische Mulhouse/Mülhausen. Noch im 19. Jahrhundert war es die grösste Industriestadt am südlichen Oberrhein; nun drohen derzeit die Reste der einstigen Traditionsbranchen komplett wegzubrechen. Über eine offensive, mit “Renaissance de Mulhouse” betitelte Stadterneuerungspolitik – als deren bislang sichtbarstes Zeichen die Reaktivierung der Strassenbahn zur nachhaltigen Attraktivitätssteigerung des Wirtschaftsstandortes Mulhouse wie zur gezielten Mobilitätsförderung und Integration seiner sozialen Problemgruppen steht –, stellt sich die Stadt bewusst dem verschärften Wettbewerb unter den Städten.


Der Oberrhein als Verkehrsweg. Ehemaliges Grenzgebiet und neue Perspektiven

Raymond Woessner

Der im Herzen Europas gelegene Oberrhein bildet ein Verkehrskreuz, einen Transitraum und er ist ein stark verstädterter Raum. Trotz zahlreicher Hindernisse soll die nachhaltige Entwicklung dieses Raumes das Leitmotiv sein. Der Oberrhein sieht wie eine sich im Bau befindende räumliche Schnittstelle aus. Drei nationale Kulturen kreuzen sich in ihrem Bereich, woraus sich sowohl gegenseitige Konkurrenz wie auch eine gegenseitige Übernahme leistungsfähiger Modelle ergibt.

Situé au coeur de l’Europe, le Rhin supérieur est à la fois un carrefour, un espace de transit et il connaît une vie urbaine intense. Malgré de nombreux obstacles, il entre dans des logiques de développement durable. Il apparaît comme un territoire interface en construction entre trois cultures nationales, d’où il résulte des logiques de concurrence mais également d’acclimatation réciproque de modèles performants.


Die Zentralkommission für die Rheinschifffahrt – 200 Jahre Geschichte

Jean-Marie Woehrling

Die Langlebigkeit der ZKR erklärt sich durch ihre Fähigkeit, ihre Ziele – die Freiheit und die Sicherheit der Rheinschifffahrt – mit immer neuen Inhalten zu beleben, aber auch eine effektive Arbeitsorganisation, gekennzeichnet durch ein starkes Sekretariat und enge Beziehungen zum Gewerbe, zu entwickeln. Gegenwärtig hat die ZKR die Auswirkungen der europäischen Integration der Binnenschifffahrt zu überwinden. Dazu muss sie ihre Pilotfunktion in diesem neuen Rahmen behaupten und eine Kooperationsbeziehung mit der Europäischen Kommission entwickeln.


Hartmut Leser zum 70. Geburtstag

Thomas Mosimann