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Umweltwandel und Naturgefahren Landschaftssystemanalyse
in Forschung und Anwendung
Nikolaus Kuhn & Edith Beising
Die Gemeinden des westlichen Hochrheintals als Teil der Metropolitanregion Basel befinden sich grösstenteils in einem konstanten Wachstum. Dies zeigt sich in einem zunehmenden Flächenverbrauch und in einer ansteigenden Zersiedelung sowie Versiegelung. Gleichzeitig findet eine Intensivierung der Landwirtschaft statt. Die Konsequenz dieses Wandels der Kulturlandschaft ist ein stetig voranschreitender Umweltwandel. Da das Landschaftsökosystem aufgrund der andauernden Nutzung keinen Gleichgewichtszustand mehr erreichen kann, befinden sich Geosphären wie auch der Boden in einem Zustand der Transition (Übergang). Dieses Ungleichgewicht des Landschaftsökosystems bewirkt ein höheres Naturgefahrenrisiko. Dieses kann je nach betrachteter Massstabsebene unterschiedlich ausfallen
Umweltmanagement in der Linthebene. 200 Jahre Naturgefahr. Hochwasser im
Spiegel des gesellschaftlichen Mentalitäts- und Wertewandels
Lea Steppacher
In der Linthebene begegnen die Menschen der Naturgefahr Hochwasser seit 200 Jahren, vom Bau des Escher- und Linthkanals bis hin zu der heutigen gewässerbaulichen Massnahme einer Revitalisierung im Zusammenhang mit der notwendigen Sanierung der bestehenden Dämme. Der komplexe Zusammenhang zwischen veränderter Land- und Bodennutzung, den sich daraus ergebenden Wahrnehmungen über deren Wert und Bedeutung, dem Naturbewusstsein und den sich verändernden Interessenlagen der mehr oder weniger betroffenen Bevölkerung wird in diesem Beitrag am Beispiel der Linthebene aufgezeigt.
Naturgefahren in der Raumplanung
Martin Huber
Mit raumplanerischen Massnahmen lässt sich das Risiko, durch Naturereignisse betroffen zu werden, deutlich reduzieren. Dies erfolgt erstens durch eine weitestgehende Übernahme der Gefahrengebiete in die Zonenpläne der Gemeinden sowie durch eine Anpassung der Nutzung in den gefährdeten Gebieten (Reduktion des Schadenpotenzials). Voraussetzung ist, dass das Mass der Gefährdung in diesen Gebieten bekannt ist. Raumplanung wirkt somit primär präventiv.
Die Naturgefahrenkarten des Kantons Basel-Landschaft
Veronika Röthlisberger
Der Kanton Basel-Landschaft erarbeitet bis Ende 2010 für sämtliche 86 Gemeinden eine Naturgefahrenkarte. In den Karten wird die Gefährdung des Siedlungsgebietes durch Überflutungen, Steinschlag und Rutschungen differenziert nach Gefahrenstufen ausgewiesen. Der Artikel beschreibt die zahlreichen bis zur Fertigstellung einer Naturgefahrenkarte notwendigen Arbeitsschritte und erläutert das Vorgehen und die Projektorganisation im Kanton Basel-Landschaft.
Die Änderung der winterlichen Niederschläge von Basel.
Untersuchungen der Basler Klimareihe 19012007
Daniel Hernández Rodríguez & Eberhard Parlow
Die über hundertjährige Klimareihe der Niederschläge von Basel (19012007) zeigt eine mit den globalen und europäischen Trends und Prognosen übereinstimmende Änderung der Niederschlagsmenge in den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar. Neben den Monatsniederschlagssummen hat sich auch die Häufigkeit von Starkniederschlägen (≥ 10 mm/Tag) signifikant erhöht. Diese Zunahmen lassen sich nur durch den deutlichen Anstieg der Lufttemperaturen als Folge des globalen Klimawandels erklären. Hierdurch ist die Atmosphäre in der Lage, mehr Wasserdampf aufzunehmen und letztlich mehr Niederschlag zu generieren.
Regionale Wasserversorgung im Zeichen des Klimawandels
Daniel Schaub
Die kantonalen Umweltbehörden sind unter dem Eindruck des Klimawandels gefordert, ihre bisherigen Ansätze zur Ressourcenverteilung neu zu beurteilen. Da sinkende Grundwasserstände angenommen werden, muss bei der Wasserversorgung einer möglichen Mangelsituation vorgebeugt werden, welche die bereits bestehenden Nutzungskonflikte verschärfen würde. Lenkungsmassnahmen bestehen einerseits in Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen zur Senkung des Wasserverbrauchs, andererseits in baulichen Eingriffen zur Grundwasseranreicherung. Damit dürften die Folgen eines Klimawandels in diesem Bereich bewältigbar sein.
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