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Sozialorientierte Stadtteilentwicklung? Strategien der Quartierentwicklung in Basel
Daniela Zunzer
In den letzten Jahren gewinnen die Quartiere als ein Handlungsfeld der Stadtentwicklungspolitik an Bedeutung. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass sich in bestimmten Innenstadtquartieren immer deutlichere Segregationsprozesse abzeichnen, bedingt durch die selektive Ab- und Zuwanderung in die Kernstädte. In Basel existieren nebeneinander verschiedene Strategien staatlichen Eingriffs in die Entwicklung bestimmter Quartiere. In dem Artikel werden diese Strategien kurz dargestellt, verglichen und mehreren Faktoren gegenübergestellt, die Bestandteil eines umfassenden Quartierentwicklungskonzepts sein sollten.
Eichstetten am Kaiserstuhl. Ein Weg zukunftsfähiger Entwicklung
Bernhard Mohr
Das noch stark landwirtschaftlich geprägte Dorf Eichstetten am Kaiserstuhl hat sich eine ökologische, wirtschaftliche und soziokulturelle Entwicklung im Sinne der Lokalen Agenda 21 zum Ziel gesetzt. Die Voraussetzungen hierfür sind gut: Die Verwaltung ebnet den Weg zur Bürgerkommune, der Gemeinderat ist offen für Reformansätze, und die Bevölkerung beteiligt sich in Arbeitskreisen an Projekten nachhaltiger Entwicklung. Für laufende wie künftige Massnahmen ist eine (Ko)Finanzierung aus Förderprogrammen unabdingbar.
Aktuelle Wirtschaftsdynamik im nördlichen Breisgau
Ernst-Jürgen Schröder
Obwohl der nördliche Breisgau innerhalb des Landes Baden-Württemberg und innerhalb der Regio TriRhena eher zu den strukturschwächeren Gebieten gehört, hat er im vergangenen Jahrzehnt eine überaus positive wirtschaftliche Entwicklungsdynamik vor allem entlang der Bundesautobahn 5 erfahren. Entscheidenden Anteil hieran hatten neben einer grundlegenden Standortverbesserung eine offensive Wirtschaftsförderungspolitik und Existenzgründungsinitiative seitens des Landes, des Landkreises Emmendingen und der Standortgemeinden. Auch im Hinblick auf die bevorstehenden ökonomischen Herausforderungen in Zusammenhang mit der zunehmenden Globalisierung und auf den verschärften interkommunalen Standortwettbewerb ergeben sich für diesen Raum durchaus günstige Entwicklungsperspektiven.
Nitrat im Bodenwasser auf dem Gempenplateau. Ursachen der Nitratbelastung im verkarsteten Einzugsgebiet der südlichen Schomelquelle (Gemeinden Gempen und Nuglar-St. Pantaleon, Kt. Solothurn)
Thomas Plattner
Zur Ermittlung der Ursachen der Nitratbelastung in der südlichen Schomelquelle (ca. 3540 mg/l) wurden im Quelleinzugsgebiet an elf Standorten bodenhydrologische und pedologische Untersuchungen durchgeführt. In den Wintermonaten konnten hohe Nitratkonzentrationen im Bodenwasser nachgewiesen werden. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ist neben der Düngung der bodenbürtige Stickstoffpool verantwortlich. Dieser sorgt bei guten Mineralisationsbedingungen für den Nitratnachschub. In den Wäldern ist zudem das Überangebot an mineralischem Stickstoff mittels atmosphärischem N-Eintrag problematisch. Die geringmächtigen Böden im Einzugsgebiet neigen zu rascher und irreversibler Nitratauswaschung.
Das Düngermanagement ist von grosser Bedeutung und könnte durch die Gründung einer Dünger-Task-Force (Landwirte, landwirtschaftliche Berater, externe Fachleute) optimiert werden. Allgemein sollte unter derartigen Voraussetzungen (flachgründige Böden, rascher Übertritt ins Grundwasser) eine Reduzierung des Ackerbaus und der intensiven Grünlandnutzung sowie die Förderung extensiver Grünlandwirtschaft und ökologischer Ausgleichsflächen ins Auge gefasst werden.
Tägliche Schwankungen des limnoökologischen Milieus in den Versickerungsflächen der “Langen Erlen”
Oliver Stucki, Urs Geissbühler & Christoph Wüthrich
In der ehemaligen Auenlandschaft der Wiese (“Lange Erlen”) wird heute etwa 50 % des Trinkwassers der Stadt Basel gefördert, wozu in Wässerstellen vorfiltriertes Rheinwasser zur Grundwasseranreicherung ausgebracht wird. Im Rahmen eines MGU-Projektes wurde die Wässerstelle “Hintere Stellimatte” versuchsweise in eine Horizontalfilteranlage umgebaut und mit Wiesewasser aus dem Mühleteich bewässert. Um die hydroökologischen Veränderungen in der Wässerstelle im Laufe eines Bewässerungszyklus zu verstehen, wurden in den Jahren 2001 und 2002 im Mühleteich, in der Wässerstelle und in darin erstellten Tümpeln wasserchemische Parameter in hoher zeitlicher Auflösung aufgezeichnet. Für den Sauerstoffgehalt, den pH-Wert, die Leitfähigkeit und die Wassertemperatur konnten dabei charakteristische Tagesganglinien festgestellt werden. Es zeigte sich, dass in der Wässerstelle bei Bewässerung gewisse Parameter direkt von den Verhältnissen im Mühleteich abhängen, während bei abgestellter Bewässerung verschiedene Prozesse vor allem durch das Lichtangebot geregelt werden. Die Bedeutung dieser Befunde hinsichtlich der Etablierung von auentypischen Pflanzen und Tieren wird diskutiert.
Étude Écobiologique d’une portion de l’Augraben, ruisseau traversant la Petite Camargue Alsacienne
2e Partie* : Étude des facteurs biotiques
Sophie Masnada et Michel Wurtz
Résumé
Dans une première partie ont été présenté les raisons de cette étude, les mesures et les résultats des analyses des facteurs abiotiques d’une partie de l’Augraben. Dans cette seconde partie, concernant les résultats de l’étude d’un certain nombre de facteurs biologiques, nous expliquerons pourquoi dans cette partie de son cours, l’Augraben est un ruisseau pratiquement mort. En effet, la toxicité des boues, la contamination bactérienne apportée par les déversoirs de crue de l’assainissement du quartier de Neuweg, les mauvais résultats des calculs du coefficient morpho-dynamique ou de l’indice biologique global (IBG), expliquent aisément le constat de l’état catastrophique des premiers kilomètres du cours de l’Augraben. Pour remédier à cet état de fait, d’autant plus inacceptable que cette partie du ruisseau traverse une future réserve naturelle, nous avons proposé une série d’aménagements pour d’une part améliorer sa morphologie (extraction des boues toxiques, création de seuils, de déflecteurs et de méandres) et d’autre part améliorer la qualité (traitement efficace des effluents issus de l’assainissement) et la quantité de ses eaux (branchement au canal de Huningue et injection d’eaux claires).
Zusammenfassung
Im ersten Teil dieser Untersuchung wurden die Ziele, die Messungen und die Ergebnisse der Analyse abiotischer Parameter eines Teilstückes des Augrabens vorgestellt. Hier zeigen wir aufgrund der Untersuchung einiger biotischer Faktoren, warum dieser Bach praktisch tot ist. Die Schlammtoxizität, die bakterielle Kontamination der Abwasserüberläufe und die ungenügenden Werte des morphodynamischen Koeffizienten und des Saprobienindex bilden eine deutliche Erklärung für den schlechten Zustand des Baches in den ersten Kilometern. Diese Situation ist für ein zukünftiges Naturschutzgebiet nicht akzeptabel. Wir beschreiben hier Lösungsansätze zur Verbesserung der Geomorphologie des Bachbettes einerseits und der Wasserqualität oder -menge andererseits.
* Der erste Teil dieses Artikels behandelte die abiotischen Faktoren des Aubaches und erschien in der REGIO BASILIENSIS 42/3 (2001), 269-278.
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