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Dynamik von Einwohnerzahlen und Wohnraumangebot in Basel-Stadt und Landschaft. Empirische Untersuchung zu den Einwohnerverlusten des Kantons Basel-Stadt
Rainer Volman
Der Kanton Basel-Stadt verzeichnet einen anhaltenden Rückgang seiner Einwohnerzahl, während diese im Umland-Kanton Basel-Landschaft stetig zunimmt. Die vorliegende Untersuchung zerlegt die Veränderung der Einwohnerzahlen in mehrere Komponenten. Dabei werden sowohl personenbezogene Komponenten wie natürliche Bevölkerungsveränderung und Wanderungsbilanz als auch wohnraumbezogene Komponenten wie Umfang und Auslastung des Wohnungsangebots beachtet. So wird deutlich, welche Vorgänge in welchem Ausmass zur unterschiedlichen Dynamik der Einwohnerzahlen in Basel-Stadt und Basel-Landschaft beitragen. Dabei zeigt sich, dass die Einwohnerverluste von Basel nur zu einem geringen Teil auf mangelnde Akzeptanz des Wohnens in einem städtischen Umfeld zurückgeführt werden können. Hauptursache ist der steigende Wohnraumbedarf pro Einwohner bei gleichzeitig beschränkten Möglichkeiten, das Wohnraumangebot zu erhöhen. Das Ziel einer Stabilisierung der Einwohnerzahl bei gleichzeitiger Zunahme des Anteils gutsituierter Bürger, mit dann noch grösserem Flächenbedarf, ist somit nur sehr schwer zu erreichen.
Konsumentenstruktur und Verbraucherverhalten in der Agglomeration Basel: Wird die Basler Innenstadt durch Einzelhandelsstandorte im suburbanen Raum konkurrenziert?
Andrea Kampschulte
Die Entwicklungen im Einzelhandel haben zur Verbreitung grossflächiger Einzelhandelseinrichtungen an peripheren Standorten bei einem gleichzeitigen Bedeutungsverlust der Innenstädte als Hauptversorgungszentren geführt. Im Wettbewerb um die kaufkräftige Nachfrage steigen die Konkurrenzbeziehungen zwischen Zentrum und Peripherie sowie zwischen den unterschiedlichen Betriebstypen. Der vorliegende Beitrag überprüft anhand der empirischen Untersuchung stadtnaher Fachmärkte und Einkaufszentren, inwieweit solche Konkurrenzbeziehungen auch in der Agglomeration Basel zu beobachten sind und welche Chancen und Probleme sich daraus für beide Standorttypen ergeben. Die Untersuchung zeigt, dass Kaufkraftabflüsse aus der Innenstadt in die grossflächigen Einzelhandelsstandorte am Stadtrand bestehen. Diese betreffen jedoch nur bestimmte Produkt- und Preissegmente sowie Betriebstypen und -grössen. Insgesamt ist eher eine Funktionsteilung zwischen den peripheren Einzelhandelsstandorten und der Innenstadt festzustellen.
Das Basler Schulwesen. Entwicklung wichtiger Bildungsindikatoren im Schulsystem Basel-Stadt im Zeitraum 1980-2000
Rebekka Ritter Chollet
Im vorliegenden Beitrag werden Entwicklungen im Basler Schulwesen vorgestellt. Der methodische Ansatz beruht auf einer Evaluierung ausgewählter Bildungsindikatoren über einen Zeitraum von 1980 bis 2000. Die Betrachtung der Entwicklungstendenzen einzelner Bildungsindikatoren bilden eine wichtige Grundlage für bildungspolitische Diskussionen. Im Jahr 2000 besuchten etwas weniger Kinder und Jugendliche die Basler Schulen als 1980. Davon waren infolge der zunehmenden Migration in den 1990er Jahren über ein Drittel ausländischer Herkunft. Von dem hohen Ausländeranteil sind v.a. berufsorientierte Schulen betroffen, und ausserdem ergibt sich bei einer räumlichen Differenzierung je nach Stadtteil oder Quartier eine unterschiedliche Konzentration. Die Zunahme der ausländischen Schüler und Schülerinnen erforderte eine Anpassung des Schulsystems an einen Mehrbedarf an Sprachförderung, was wiederum mit einem Anstieg der Schulkosten verbunden war. Die realen Kosten pro Schüler lagen im Jahr 2000 deutlich über jenen aus dem Jahr 1980. Die realen Kosten pro Lehrer-Vollstelle blieben dagegen ziemlich stabil.
Kriminalität in Basel. Eine Untersuchung über die räumliche Verteilung und Konzentration der Täterwohnsitze
Lorenz Bolliger
Der vorliegende Artikel stellt die wichtigsten Ergebnisse aus der Lizentiatsarbeit “Kriminalität in Basel eine Untersuchung über die räumliche Verteilung und Konzentration von Täterwohnsitzen vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturwandels in den modernen Städten” vor. Das Ziel der Arbeit bestand darin, Täterwohnsitze im Gebiet des Kantons Basel-Stadt räumlich darzustellen und auszuwerten. Als Ergebnis aus dem räumlichen Beziehungsgefüge zwischen Kriminalität und städtischen Raumstrukturen und -entwicklungen kann eine Konzentration der Täterwohnsitze in den Quartieren Gundeldingen und St. Johann sowie in weiten Teilen von Kleinbasel festgestellt werden. Diese Gebiete sind geprägt durch niedrigen sozio-ökonomischen Status, ethnische Heterogenität und hohe Frequenz an Wohnungswechseln. Zudem entsteht in diesen Gebieten wegen des ökonomischen Strukturwandels eine zunehmende soziale Ungleichheit, was Entfremdung und Frustration erzeugen kann. Diese Auswirkungen bilden einen möglichen Nährboden für das Entstehen und Auftreten von sehr hohen Kriminalitätsraten.
Obdachlosigkeit in Basel: Charakteristik der betroffenen Gruppe, Ausmass und Entwicklung, räumliche Aspekte, Trends
Regula Egli
Dieser Artikel stellt die Ergebnisse einer Untersuchung zum Thema Obdachlosigkeit in Basel dar, wobei u.a. Ausmass, Charakteristik der betroffenen Personen und räumliche Aspekte im Vordergrund standen. Im Vergleich mit den Ergebnissen einer Studie aus dem Jahre 1989 zeigt sich, dass im entsprechenden Zeitraum die Obdachlosenzahlen zurückgegangen sind, was vor allem auf eine bessere Einbindung der Betroffenen in das soziale Sicherungssystem zurückzuführen ist. Gleichzeitig gewinnt die Drogensucht zunehmende Bedeutung als Obdachlosigkeitsrisiko, was sich v.a. in einem deutlichen Anstieg der Frauenobdachlosigkeit zeigt.
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