|
Die Regio TriRhena als grenzüberschreitender Wirtschaftsraum
Ernst-Jürgen Schröder
Die RegioTriRhena entwickelt sich hinsichtlich der Arbeitsmarkt-, Kapital- und Verkehrsverflechtungen zu einem einheitlichen grenzüberschreitenden Wirtschaftsraum mit verschiedenen Kooperationsfeldern. Gerade hieraus ergeben sich für diese Region im Hinblick auf die bevorstehenden ökonomischen Herausforderungen in Zusammenhang mit der zunehmenden Globalisierung überaus positive Entwicklungsperspektiven.
Staatsgrenzen in der TriRhena ? Barriere oder Stimulus?
Susanne Eder und Martin Sandtner
Der Artikel beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die nationalen Grenzen in der Regio TriRhena in den Bereichen Arbeiten, Einkaufen und Wohnen offen sind, Filter- oder Barrierewirkungen haben. Es zeigt sich, dass die EU-Binnengrenze zwischen Deutschland und Frankreich keinen Widerstand mehr bedeutet, die EU-Aussengrenze zur Schweiz dagegen auf die Arbeits- und Einkaufsströme eine Filterwirkung hat und die Wohnsitznahme jenseits der Grenze sogar weitgehend unmöglich macht. Trotzdem sind die Arbeits- und Einkaufsverflechtungen zwischen Deutschland und Frankreich schwächer als diejenigen zwischen der Schweiz und Deutschland bzw. Frankreich, was auf die hier stärkeren ökonomischen Gefälle zurückzuführen ist. Abschliessend werden zu erwartende Auswirkungen der bilateralen Verträge Schweiz - EU auf die genannten grenzüberschreitenden Ströme diskutiert.
Grenzgängerverflechtungen in der RegioTriRhena. Entwicklungen und Strukturen
Bernhard Mohr
Die Grenzgängerverflechtungen an Hoch- und Oberrhein erreichen in der RegioTriRhena ihre höchste Intensität. Etwa 55 000 Pendler überschreiten hier täglich die Grenzen, um in einem der Anrainerstaaten einer Arbeit nachzugehen. Allerdings sind die Pendlerströme einseitig gerichtet, nämlich aus dem Oberelsass und aus Südbaden in die Nordwestschweiz sowie - zahlenmässig geringer - aus dem Oberelsass nach Baden. Diese grenzüberschreitende Mobilität ist als Ausgleichsbewegung zwischen den drei Teilarbeitsmärkten der Regio zu interpretieren; sie beruht vordergründig auf innerregionalen wirtschaftlichen Disparitäten, tatsächlich aber auf einem Bündel sehr unterschiedlicher Ursachen und Motive.
Basel - eine Stadtökonomie im Prozess der Globalisierung. Analysen und Folgen für die Stadtentwicklung
Renato Strassmann
Die Standortqualität des Zentrums Basels ist für den gesamten regionalen Wirtschaftsraum von vitalem Interesse. Im Zuge der Globalisierung und des damit einhergehenden Wettbewerbs kommt der Standortattraktivät von Räumen eine erhöhte Bedeutung zu. Die Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Schweizer Kantonen, die Dynamik einer sich globalisierenden Stadtökonomie sowie die Entwicklung intralokaler Disparitäten sind Hauptbetrachtungspunkte dieses Beitrags. Zu den Ergebnissen zählt, dass der Kanton Basel?Stadt im interkantonalen Vergleich eine negative Beschäftigtenentwicklung aufweist, im Zuge der Globalisierung ein Trend zur Tertialisierung, Teilzeitarbeit sowie kleineren Arbeitsstättengrössen zu beobachten ist und sich eine räumlich duale Entwicklung vollzieht.
Veränderungen in der Branche "Dienstleistungen für Unternehmen" in der Nordwestschweiz. Eine wirtschaftsgeographische Untersuchung
Renato Strassmann, Michael Frost und Ines Brunner
Dieser Artikel fasst die Ergebnisse der humangeographischen Diplomarbeit "Die Untersuchung der Struktur und Dynamik der Beschäftigten- und Arbeitsstättendaten ausgewählter Branchen zwischen 1991 und 1995 in der Nordwestschweiz vor dem Hintergrund neuer wirtschaftsgeographischer Theorien" zusammen. Das Ziel der Arbeit bestand darin, die Entwicklung der Beschäftigten und Arbeitsstätten in sieben Schlüsselbranchen der Nordwestschweiz zwischen 1991 und 1995 zu analysieren und daraus abgeleitet eine Beurteilung der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung der Nordwestschweiz vorzunehmen. Basierend auf den Ergebnissen der Studie sowie wichtiger globaler Trends erfolgte die Ausarbeitung von Mittel- und Langfriststrategien für die Wirtschaftsregion Nordwestschweiz.
Der Arbeitsmarkt im Arbeitsamtsbezirk Freiburg i.Br. Zur räumlichen Ausgliederung soziodemographischer Teilarbeitsmärkte.
J. W. Schindler
Im Arbeitsamtsbezirk Freiburg besteht ein spezifischer Teilarbeitsmarkt der Frauen, dessen Eigenständigkeit sich in der gegenüber den männlichen Beschäftigten deutlich positiven Entwicklung ausdrückt. Seine Schwerpunkte liegen im Verdichtungsraum und im ländlichen Raum, wobei der Teilarbeitsmarkt im Verdichtungsraum anders strukturiert, nämlich weniger stark auf die "typischen" Frauenberufe im Dienstleistungsbereich eingeengt ist als jener im ländlichen Raum. Dort konnten, standortbedingt, diese Berufe Kristallisationskerne bilden, an denen der Arbeitsmarkt der Frauen expandierte und sogar die Arbeitslosensituation günstig beeinflusste. Zwiespältig zu beurteilen ist die enge Koppelung dieser Entwicklungen an die Teilzeitbeschäftigung.
|