GEOGRAPHISCH - ETHNOLOGISCHE GESELLSCHAFT BASEL

SOCIETE DE GEOGRAPHIE ET
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Lörrach - Besuch in unserer Nachbarstadtt

Halbtagesexkursion, Samstag, 24. September 2011
Lörrach – Besuch in unserer Nachbarstadt

Besammlung

0915 Besammlung bei der Burghof-Pyramide, Lörrach

Hinweis. Regio-S-Bahn Bad. Bhf ab 0849- Haltestelle Lörrach Burghof/Museum an 0902. Fussweg zum Burghof 6 Minuten

Oder: Tram Nr 6 bis Riehen Grenze, Passieren der Grenze zu Fuss, Bus Haltestelle Grenze Lörrach-Stetten Ziel Station Burghof

Rückkehr ca. 11:00 Uhr
Unkostenbeitrag Mitglieder Fr. 15.-, Nichtmitglieder Fr.20.- , Studierende GEG-Mitglieder Fr.10.-, Studierende Nichtmitglieder Fr.15.-
Organisation Dieter Opferkuch
Besonderes
  • Billetbesorgung individuell
  • Kurzer Exkursionsbericht erbeten durch 2 Studierende (Erlass der Unkosten)
  • Stadtführung zu Fuss ca. 1.5 Std.
Anmeldung Bis 30. August 2011 mit Mail an exkursionen@gegbasel.ch
oder Onlineformular

Hinweis für Studierende: Als Pflichtexkursion in den Studiengängen Geographie anerkannt

Lörrach haben schon viele besucht – doch wer kennt schon die „Hauptstadt“ des Markgräfler Landes im Süden des Oberrheintals und am Übergang zwischen dem ausgehenden Wiesen- und dem breiten Oberrhein?

Als eines der beiden Oberzentren der raumplanerischen Region Hochrhein-Bodensee – das andere Zentrum ist Konstanz – beeinflusst Lörrach die nähere Umgebung massgebend.

Politische Verbindungen bestehen zu beiden Basler Halbkantonen und zum Elsass, nicht zuletzt durch die Präsenz in triregionalen Gremien.

Kern der Entwicklung Lörrachs war die Lage am Schnittpunkt wichtiger Handelsstrassen, was dem damaligen Dorf 1403 durch den Markgrafen von Hachberg-Sausenberg mit Sitz auf der Burg Rötteln das Recht eintrug zur Abhaltung eines Jahrmarkts und eines mittwöchlichen Markts. Das Stadtrecht erhielt Lörrach 1682 und erneut 1756.

Beeinflusst vom Basler Reformator Oekolampad hörte man 1556 die erste evangelische Predig in deutscher Sprache. Lörrach durchlebte infolge seiner Grenzlage und wechselnder Bündnisse der Markgrafschaft viele kriegerische Zeiten, so im 30-jährigen Krieg, im spanischen, polnischen, österreichischen Erbfolgekrieg sowie während der Koalitionskriege im Zeitalter der Französischen Revolution. Ruhe kehrte ein, als Napoleon 1806 das Grossherzogtum Baden schuf. 1848 erfolgte im Zug der Badischen Revolution ein Aufstand zwecks Demokratisierung – allerdings blieb ihm der Erfolg versagt. Vom 1. Weltkrieg wurde Lörrach tangiert, in der doch sehr braunen NS-Zeit gab es kaum kriegsbedingte Zerstörungen. 1945 erfolgte die Besatzung durch Frankreich. In den 1950er Jahren siedelten sich viele Ostflüchtlinge an, der Bevölkerungszuwachs betrug rund 40% und stieg damit über 30'000; heute zählt Lörrach über 48'000 EW.

Wie anderswo begann im 19. Jh. auch in Lörrrach die Phase einer starken Industrialisierung. Der 1836 erfolgte Beitritt des Grossherzogtums Baden zum Deutschen Zollverein lockte zahlreiche Schweizer Unternehmer - vor allem aus der Textilbranche - an, im Wiesental für den deutschen Markt zu produzieren. So kam es schon damals zu einer wirtschaftlich engen Verflechtung über die Grenze hinweg. Eine weitere Welle von Industriegründungen fand im Umkreis von Lörrach nach Eröffnung des Kraftwerks Rheinfelden 1898 statt.

Heute finden sich in Lörrach als bekannte Hersteller: Kraft Foods als Hersteller von Schokolade (seit 1880, Milka, Suchard), GABA, Textilveredlung KBC, Logistikzentrum Europa von Modehaus Tally Weijl, Maschinenhersteller Marchesini und Kaltenbach; Migros und Frischezentrum Hieber’s sind weitere bedeutende Arbeitgeber.

Wir treffen uns bei der Pyramide vor dem Kulturzentrum Burghof und werden von einem Spezialisten quer durch Lörrach geführt.

DO