Die Krise in Darfur und die Rolle der internationalen Staatengemeinschaft Donnerstag, 18. Januar 2007

Die Krise in Darfur und die Rolle der internationalen Staatengemeinschaft

Prof. em. Dr. Fouad Ibrahim

Wunstorf

Auslöser und Vorläufer des gegenwärtigen Krieges in Darfur/West-Sudan waren nach Meinung mancher scheinbar lokal begrenzte Stammesfehden über Weidegründe und andere Ressourcen. Solche Auseinandersetzungen sind in Afrika seit Menschen Gedenken bekannt. Deshalb nahm die Weltöffentlichkeit von den ersten bewaffneten Überfällen in Darfur wenig Notiz.

2004 entwickelte sich die Krise jedoch zu einem Problem internationalen Ranges. Der UN-Weltsicherheitsrat sah sich gezwungen, innerhalb von zwei Jahren insgesamt neun Resolutionen in dieser Sache zu verabschieden. Hätten nicht China und Russland ihr Veto-Recht geltend gemacht, wären weitere Resolutionen gefolgt. Bislang zeichnet sich kein Erfolg der Bemühungen auf internationaler Ebene ab. Im West-Sudan eskaliert die Gewalt.

Wie war es möglich, dass ein lokaler Konflikt in einem unterentwickelten, peripheren Raum Afrikas solch globales Ausmass annehmen konnte? Im Vortrag wird dieser Frage nachgegangen. Die tiefer liegenden Ursachen des Krieges in Darfur werden erläutert. Die Gründe des Scheiterns der bisherigen Bemühungen der internationalen Staatengemeinschaft werden aufgedeckt.

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