Himalaya und Hindukusch: Umwelt und Entwicklung in den höchsten Gebirgen der Erde Donnerstag, 10. Dezember 2009

Himalaya und Hindukusch: Umwelt und Entwicklung in den höchsten Gebirgen der Erde

Prof. Dr. Marcus Nüsser

Südasien-Institut der Universität Heidelberg, Abteilung Geographie

Im südasiatischen Gebirgsraum vollzieht sich der horizontale und vertikale Landschaftswandel besonders spektakulär. Darüber hinaus sind auch die weitgehend an die extremen naturräumlich-ökologischen Bedingungen angepassten Nutzungsformen der Gebirgsbevölkerung in den Gebirgsräumen des Himalaya, Hindukusch und Karakorum vielfältig differenziert.

In den meisten Fällen beruht die durch Mobilität und Flexibilität gekennzeichnete agrarische Nutzung auf einer Kombination von Feldbau und Tierhaltung unter Einbeziehung von Wäldern und Hochweiden. Dabei stellen sich immer wieder Fragen nach der Nachhaltigkeit des Ressourcenmanagements und nach den Veränderungen bzw. nach der Degradation der natürlichen Ressourcen.

Dabei lassen sich die Nutzungsstrategien zur Existenzsicherung nicht auf den Aspekt der Adaption an spezifische Umweltbedingungen und vorhandene Ressourcenpotenziale sowie auf den Aspekt des indigenen Wissens zur Bewältigung von Naturkatastrophen reduzieren. Vielmehr müssen auch die historischen Hintergründe der Ressourcenzugangsrechte und entsprechende Nutzungskonflikte bei der Beurteilung sozioökonomischer Entwicklungsprobleme berücksichtigt werden.

Mit Beispielen aus den Hochgebirgsräumen Nordpakistans (Nanga Parbat, Chitral) und Nordindiens (Ladakh, Kumaon) wird der Zusammenhang dieser Aspekte an charakteristischen Fallbeispielen verdeutlicht.

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