Donnerstag, 11. November 2010

Globales Denken in der Provinz: Die Rolle von Kleinstädten in Europa und Nordamerika

Globales Denken in der Provinz: Die Rolle von Kleinstädten in Europa und Nordamerika

Prof. Dr. Heike Mayer

Geographisches Institut der Universität Bern

Weit entfernt von den geschäftigen Metropolen gelegen, finden sich kleine Städte, die von Stadtplanern, Architekten und Politikern oft vergessen werden. Diese Kleinstädte sind weder Zentren der globalen Finanzindustrie noch Hightechstandorte. Dennoch stellen sich Kleinstädte in Europa und in Nordamerika den Herausforderungen einer schnelllebigen und globalisierten Welt. Im Vortrag soll anhand von Fallbeispielen Bewegungen, Programme und Strategien vorgestellt werden, mit denen Kleinstädte die örtliche Kulturen, Traditionen, Identitäten und Nachhaltigkeit effektiv zu fördern wissen.

Kleinstädte können besondere Orte sein, Städte mit einer eigenen Identität, die ihren Bewohnern ein lebendiges, soziales Leben ermöglichen. Sie können eine Zuflucht in einer hektischen Welt sein, Orte, deren Bewohner global denken, aber lokal handeln. Der Prozess der Globalisierung untergräbt jedoch die Besonderheit kleinstädtischer Orte und bedroht deren Vitalität und Kultur.

Der Vortrag zeigt auch, wie sich Kleinstädte den Herausforderungen einer schnelllebigen und globalisierten Welt stellen. Im Besonderen werden Initiativen vorgestellt, die Kleinstädte transnational vernetzen, z.B. die Slow City Bewegung, die Transition Town Initiative und die Market Town Initiative.

Es bleibt festzuhalten, dass Kleinstädte aktiv an wirtschaftlichen, sozialen und umweltpolitischen Initiativen arbeiten, die zur Stärkung der Nachhaltigkeit führen.

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