Donnerstag, 19. März 2020 - 18:15 Uhr

Chinas Vision für Eurasien: Wirtschaftliche Potenziale und Hemmnisse der Seidenstrassen-Initiative

Chinas Vision für Eurasien: Wirtschaftliche Potenziale und Hemmnisse der Seidenstrassen-Initiative

Prof. Dr. Sebastian Heilmann

Universität Trier

In diesem Vortrag erörtert Sebastian Heilmann, Inhaber des Lehrstuhls für Politik und Wirtschaft Chinas an der Universität Trier und Gründungsdirektor (2013-2018) des Mercator Institute for China Studies in Berlin, die wirtschaftlichen Zielsetzungen und Grossprojekte sowie Entwicklungshemmnisse der chinesischen Seidenstraßen-Initiative.

Die chinesische Vision eines durch Infrastruktur und Handel geeinten eurasischen Wirtschaftsraums – mit China als Dreh- und Angelpunkt – wird massgeblich durch chinesische Finanzierungsprogramme und staatsnahe Unternehmen vorangetrieben. Allerdings ist die Seidenstrassen-Initiative nicht ein „Nullsummenspiel“ zum einseitigen Vorteil Chinas: Im Infrastruktur-Aufbau und auch im Handel entstehen konkrete neue wirtschaftliche Potenziale für die beteiligten Länder und Gesellschaften.

China dient die Seidenstrassen-Initiative als wirkungsvolles Programm zur Markterschliessung im eurasischen Wirtschaftsraum. Zurzeit überholen Chinas Regierungsstellen und Förderbanken die bisherigen Ausschreibungsverfahren, sodass sich in einer neuen Phase des Seidenstrassen-Programms auch europäische Unternehmen Hoffnungen auf eine stärkere Beteiligung machen können.


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