Donnerstag, 21. März 2019 - 18:15 Uhr

Antarktis - Wie Tiere Grenzräume des Lebens meistern

Antarktis - Wie Tiere Grenzräume des Lebens meistern

Prof. Dr. Patricia Holm

Universität Basel

Anthropogene persistente organische Schadstoffe gelangen auch in die Polargebiete, die sich auch in Lebewesen anreichern. Antarktische Eisfische zeigen starke Anpassungen an ihren extrem kalten Lebensraum, z.B. fehlt ihnen der rote Blutfarbstoff. Aufgrund ihrer hohen Spezialisierung können sie vermutlich nur begrenzt derartige Schadstoffe abbauen. Unsere Studien zeigen, dass diese Fische in ihren Schadstoffkonzentrationen nicht wesentlich weniger belastet sind als die Fische unserer Breiten. Zudem bauen sie einige Schadstoffe langsamer ab als die bei uns heimischen Forellen.

Patricia Holm: Doktorat in Heidelberg und Post-Doc an der ETH Zürich, Habilitation an der Universität Bern, anschliessend Leitung des schweizweiten Projekts ‘Netzwerk Fischrückgang Schweiz’ (Fischnetz) an der Eawag. Seit 2003 Professorin für Ökologie an der Universität Basel und Leiterin des Programms Mensch-Gesellschaft-Umwelt. Delegierte für die Schweiz im Wissenschaftsauschuss der Internationalen Walfangkommission.


 

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