Donnerstag, 15. Oktober 2015 - 18:15 Uhr

Georgien – Nach postsowjetischem Umbruch ein hoffnungsvoller Aufbruch?

Georgien – Nach postsowjetischem Umbruch ein hoffnungsvoller Aufbruch?

Prof. Dr. Lorenz King

Universität Giessen

Georgien ist ein postsowjetisches, natur- und kulturräumlich äußerst vielseitiges, faszinierendes Gebirgsland. Mit seiner Fläche von 69'700 km2 reicht es von feuchten subtropischen Gebieten entlang der Schwarzmeerküste über ein zentrales Gebirge nach Osten zu steppen- und wüstenartigen Gebieten an der Grenze zu Azerbaidjan. Im Norden stellt der Große Kaukasus mit Höhen über 5'000 m eine natürliche Grenze zu Russland dar. Die Unabhängigkeitserklärung im April 1991 und der darauf folgende postsowjetische Umbruch brachten wirtschaftlich und politisch chaotisch wirkende Jahre. Die Hoffnungen auf einen langsamen wirtschaftlichen Aufschwung wurden im August 2008 durch den Krieg mit Russland wiederum zunichte gemacht. Als Folge des Konflikts haben sich Abchasien und Südossetien unabhängig erklärt, werden jedoch nur von Russland und einigen wenigen Ländern als selbständige Staaten anerkannt

Georgien spielt heute eine wichtige geopo- litische Rolle als Korridor zwischen dem Schwarzen Meer und Zentralasien. Die seit Oktober 2012 neue Regierung hat zwar die Verbesserung der Beziehung zu Russland zu einer aussenpolitischen Priorität erklärt. Das Land versucht jedoch in der Hauptsa- che durch engere Anbindung an die EU ei- nen erfolgversprechenden Weg zu einer nachhaltigen Landesentwicklung mit den klassischen Schwerpunkten ökologische Landwirtschaft und Tourismus zu finden.

Die Kurzfassung des Vortrags ist als PDF-Datei verfügbar.

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