Halbtagesexkursion: Auf den Spuren der Eiszeit im Suhrental
Samstag, 5. Oktober 2019

Halbtagesexkursion: Auf den Spuren der Eiszeit im Suhrental

Besammlung


09:46 in Attelwil, Bushaltestelle Alte Post
(z. B. Basel ab: 08:04 Gleis 9 IR 665, via Olten (ab 08:35 RE 4763) und Aarau (ab 08:54 S14) nach Schöftland: 09:35 BUS 85 Richtung Sursee
Änderungen vorbehalten
Ende ca. 12:30 Uhr, (Kirchleerau ab: 12:43 BUS 85 Richtung Sursee und IR 27 ab 13:48, Basel SBB an: 14:44)
Unkostenbeitrag GEG-Mitglieder: Fr. 10.-
Gäste: Fr. 25.-
Leitung /
Organisation
PD Dr. Daniel Schaub, Sektionsleiter Grundwasser, Boden und Geologie, Departement Bau, Verkehr und Umwelt (Kt. AG)
Besonderes
  • Maximal 25 Teilnehmende
  • Billett selber besorgen
Anmeldeschluss

7. Sepember 2019

Das Suhrental ist der Prototyp eines glazial geformten Tales. Rund um Staffelbach hat man die Möglichkeit, auf Spurensuche nach Zeugen längst geschmolzener Eisriesen zu gehen und sich von ihrer überwältigenden Gestaltungskraft zu überzeugen.

Das periodische Auftreten von Eiszeiten setzte vor 2,5 Millionen Jahren im Pleistozän ein. Die von den Gletschern überfahrene Landschaft besteht im Untergrund aus Molassefels. Vor rund 20’000 Jahren bot sich uns ein völlig anderes Landschaftsbild. Das Klima in der Schweiz war deutlich kälter und Gletscher ragten bis weit ins Mittelland hinein. Zu jener Zeit hatten die Gletscher ihre Maximalausdehnung der letzten Eiszeit, der Birrfeld-Eiszeit, erreicht (früher als Würmeiszeit bezeichnet). Im Suhrental ist ein Arm des Reussgletschers bis nach Staffelbach vorgedrungen. Dieses Ereignis ging nicht spurlos an der Landschaft vorbei, sondern gestaltete und veränderte diese.

Im Suhrental findet sich heute eine sehr schöne, fast vollständig erhaltene glaziale Serie, deren Betrachtung Teil der Exkursion sein wird.

Im Suhrental sind diese Ablagerungen und Formen besonders schön erhalten geblieben. Moränen mehrerer Vorstoss- und Rückzugstadien sind dort sichtbar. Moränen entstehen, wenn der Gletscher während des Rückzugs oder Vorstosses längere Halte einlegt und dadurch an der Randlage Gesteinsmaterial hinterlässt. Auf einem gemütlichen Spaziergang können die Auswirkungen der Gletscher hautnah erlebt werden.

 


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