Donnerstag, 5. Oktober 2017 - 18:15 Uhr

Kulturtourismus in Basel

Kulturtourismus in Basel

Daniel Egloff

Direktor Basel Toursimus

Tourismusboom in Basel - geht da noch mehr? Die Stadt Basel wird 2017 bereits zum 12. Mal in Folge und entgegen dem nationalen Trend einen neuen Hotelübernachtungs-Rekord vermelden können. Daniel Egloff, Direktor von Basel Tourismus, erläutert die Gründe und zeigt auf, ob und wie eine Tourismusorganisation einen Beitrag zum touristischen Destinationserfolg beitragen kann. Zudem werden die Chancen und Gefahren der laufenden Digitalisierung für die Tourismusbranche aufgezeigt.

Donnerstag, 19. Oktober 2017 - 18:15 Uhr

Zwischen Terrorismus und Märchen wie aus Tausendundeiner Nacht: Tourismus in der Arabischen Welt

Zwischen Terrorismus und Märchen wie aus Tausendundeiner Nacht: Tourismus in der Arabischen Welt

Prof. Dr. Hans Hopfinger

Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Die Arabische Welt ist seit geraumer Zeit eine der globalen Krisenregionen. Zwar brachte der «Arabische Frühling» einen Funken Hoffnung mit sich, doch eine Lösung für die vielfältigen Probleme dieser Weltregion ist kaum absehbar. Die Krise wird noch verschärft durch den gegen Menschen und Kulturgüter gerichteten Terror des sogenannten «Islamischen Staates».

Im Gegensatz dazu stehen die beliebten Urlaubsziele am Roten Meer, in Marokko oder an Tunesiens Küsten. Wie sind diese Kontraste zu erklären? Wirkt die Faszination des Orients so stark, dass terroristische Anschläge auf Urlaubsparadiese und kriegerische Auseinandersetzungen lediglich zu kurzzeitigen Einbrüchen im Tourismusgeschehen führen oder vielleicht doch zu einem längerfristigen Rückgang? Ein Spannungsverhältnis, das im Mittelpunkt des Vortrags stehen wird!

Donnerstag, 16. November 2017 - 18:15 Uhr

Mythos Nürburgring - 90 Jahre Visionen und Illusionen der Struktur- und Tourismuspolitik für die Eifel

Mythos Nürburgring - 90 Jahre Visionen und Illusionen der Struktur- und Tourismuspolitik für die Eifel

Winfried Sander

Bund für Umwelt und Naturschutz, Deutschland BUND, Vorsteher Kreisgruppe Ahrweiler

Der Nürburgring? Eine Rennstrecke! Ja, … und sicher noch viel mehr! 18. Juni 1927: Die «Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke» erlebt als «Nürburg-Ring» ihr erstes Rennen und ist weitgehend Mittel zum Zweck, denn die (Automobil-)Industrie will einen möglichst langen Rundkurs: flache und steile Abschnitte, viele Kurven und auch lang genug, um die Ausdauerfähigkeit der Fahrzeuge zu testen! Für den Fremdenverkehr soll die Strecke eine «Zierde der Landschaft» sein: Und möglichst viele Besucher sollen möglichst lange bleiben und Geld in der bis dahin ärmlichen, ländlichen Region lassen.

Und der motorsportbegeisterte Besucher will spannende Rennen auf einem sich neu entwickelnden Sportsektor. Im Laufe der Jahre kamen Millionen von Zuschauern, aber Millioneninvestitionen stellen sich auch als Fehlinvestitionen heraus und führen zunächst zum Insolvenzverfahren und schließlich zum Verkauf der Anlage. Wie gehen Mythos und ökonomische Realitäten weiter?

Donnerstag, 14. Dezember 2017 - 18:15 Uhr

Global Slumming: Armutstourismus in zeitlicher und räumlicher Perspektive

Global Slumming: Armutstourismus in zeitlicher und räumlicher Perspektive

PD Malte Steinbrink

Universität Osnabrück

Planet of Slumming. Der Tourismus braucht stets Neu- und Andersartiges. Seine Ökonomie gebietet ihm, immer wieder sites und sights zu suchen und zu (er-)finden, um sie als attraktive Destinationen zu vermarkten. Interessant ist jedoch, jenseits der reinen Marktlogik zu hinterfragen, wie, warum und mit welchen Wirkungen die Konstruktion von Tourismusräumen geschieht. Jeder neue touristische Trend bietet insofern den Anlass, nachzudenken, warum und wie dieser in dem jeweiligen gesellschaftlichen Kontext in Erscheinung tritt. 

Seit den 1990er Jahren ist die touristische Bereisung städtischer Armutsgebiete im Globalen Süden in Mode gekommen: Der Slumtourismus avanciert dort teilweise bereits zum Mainstream des Städtetourismus; die jährliche Zahl der Slumtouristen  aus dem Globalen Norden hat die Millionenmarke bereits überschritten. Der «Slum» wird zu einer touristischen Kategorie und entwickelt sich zu einem global-universellen Destinationstypus.

In dem Vortrag wird Malte Steinbrink, diese Entwicklung nachzeichnenAnhand lokaler empirischer Beispiele aus Südafrika, Namibia und Brasilien werden Entstehungszusammenhänge und Wirkungen des global slumming kritisch beleuchtet..

Donnerstag, 18. Januar 2018 - 18:00 Uhr

Museumsbesuch - Führung durch die Ausstellung «MIGRATION - Bewegte Welt» im Museum der Kulturen

Museumsbesuch - Führung durch die Ausstellung «MIGRATION - Bewegte Welt» im Museum der Kulturen

Migration hat es schon immer gegeben. Dieses globale Phänomen hat die Lebensgewohnheiten, Wertvorstellungen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen jedes Landes beeinflusst. Manchmal wird dies als Bedrohung empfunden, manchmal als Bereicherung. Die Ausstellung «Migration Bewegte Welt» geht am Beispiel von Zuckerbäckern, Hugenotten, Kontraktarbeitern, Klimaflüchtlingen oder Auslandschweizern darauf ein und deckt Hintergründe für Migration auf. Sie regt zur Diskussion über Grenzen, Krieg, Menschen als Ware oder Willkommenskultur an.

Die Ausstellung zeigt andere Aspekte der Migration als jene, die momentan tagtäglich diskutiert werden. Sie schliesst Tore auf: zur vergangenen und aktuellen Geschichte weltweit, aber auch zu jener der Schweiz. In elf Stationen verdeutlichen ausgesuchte Objekte aus unseren Sammlungen, was und wie Migration bewegt hat. Über 100 Figuren die einerseits Objekte, andererseits selber Migranten sind agieren als erzählende Beobachter, die gemeinsam mit den Besuchern und Besucherinnen Fragen zum Jetzt und zur Zukunft der Weltgemeinschaft aufwerfen.

 

Hinweis: Die Veranstaltung findet im Museum der Kulturen statt. Treffpunkt in der Eingangshalle des Museums der Kulturen (Müsterplatz 20) um 17:50 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen beschränkt. Unkostenbeitrag von CHF 10.- Anmeldung per E-Mail an: info@gegbasel.ch

 

Donnerstag, 1. März 2018

Klimawandel und Naturgefahren: Neue Herausforderungen beim Bergwandern am Beispiel des Europaweges

Klimawandel und Naturgefahren: Neue Herausforderungen beim Bergwandern am Beispiel des Europaweges

Christoph Graf

Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

Keine alpinistische Sportart ist so beliebt wie das Bergwandern. Jedes Jahr sind in der Schweiz 2 Millionen Menschen wandernd unterwegs. Doch Bergwandern führt leider jedes Jahr zu Unfällen, teilweise mit Todesfolgen. Neben Stürzen bilden veränderte Umweltbedingungen bedingt durch den Klimawandel neue Herausforderungen. Diesem Aspekt wird im Vortrag vertieft nachgegangen.

Donnerstag, 22. März 2018 - 18:15 Uhr

Keine Freiheit im Paradies – wenn Tourismus und Migration aufeinandertreffen

Keine Freiheit im Paradies – wenn Tourismus und Migration aufeinandertreffen

Dr. Martina Backes

Informationszentrum 3. Welt (iz3w), Freiburg im Breisgau

Selten werden die Phänomene Tourismus, Flucht und Migration in einem Satz genannt. Dabei haben sie durchaus Berührungspunkte: Ihre Wege kreuzen sich an Grenzposten und auf Passagen. Diese Kontaktzonen sind prädestiniert für Konflikte. Doch ebenso können sich aus dem Aufeinandertreffen solidarische Perspektiven für das Recht auf Freizügigkeit ergeben.

Im Vortrag wird erörtert, was es bedeutet, dass immer mehr touristische Sehnsuchtsorte auf der Welt, die für die «schönsten Tage im Jahr» gebucht werden, zeitgleich mit dem Geschehen von Migration und Flucht konfrontiert sind.

Wenn an diesen Orten Bewegungsfreiheit für die einen und Bewegungshindernisse für die anderen die soziale Realität mitprägen, welche Herausforderungen entspringen daraus? Wie sind die Sphären des Tourismus mit denen von Flucht und Migration möglicherweise auch verknüpft? Welche Kontaktpunkte ergeben sich auf der politischen, der persönlichen, der ökonomischen Ebene? Wo sind die Begegnungen konfliktiv, wo eröffnen sich solidarische Handlungsperspektiven?


 


GEOGRAPHISCH- ETHNOLOGISCHE GESELLSCHAFT BASEL - gegbasel.ch